Fachbegriffe und Abkürzungen verständlich gemacht

Teil 1 - Hardware (alles, was die e-Zigarette selbst betrifft):

Das erste Herzstück unserer e-Zigarette, der Verdampfer:

RDA=

Rebuildable Dripping Atomizer, übersetzt heißt das: Selbstwickel-Tröpfel-Verdampfer, auch kurz Tröpfler. Diese Verdampfer haben keinen Tank, das Liquid wird von oben durch das Mundstück (=DripTip) auf die Watte getröpfelt, daher der Name. Beispiel dotRDA von DotMod: https://www.dampferecke.de/dotRDA-22-Selbstwickel-Troepfelverdampfer

RTA=

Rebuildable Tank Atomizer, übersetzt heißt das: Selbstwickel-Tank-Verdampfer. Im Gegensatz zum Tröpfler gibt es hier einen Tank, in den man Liquid einfüllen kann und die Watte zieht es sich dann aus dem Tank. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen. Tanks können überhalb, aber auch rund um der Wicklung, oder unter ihr angebracht sein.
Beispiel Kronos 2S von Vapor Giant: https://www.dampferecke.de/Vapor-Giant-Kronos-2S

RDTA=

Rebuildable Dripping Tank Atomizer, übersetzt: Sellbstwickel-Tröpfel-Tank-Verdampfer. Das ist eine Art Zwitter aus RDA und RTA. Früher gab es bei den ersten dieser so benannten Modelle Geräte, bei denen ein Tröpfler gewickelt wurde, darüber saß ein Tank und man konnte draufdrücken und dadurch wurde dann Liquid auf die Watte getröpfelt. Heute nennt man auch die sogenannten „Top-Coiler“ zumeist RDTA. Beispiel der Corona von Steampipes: https://www.dampferecke.de/Corona-V8-RTA-von-Steampipes-in-verschiedenen-Ausfuehrungen

Base (des Verdampfers, englisch)=

Zu deutsch, die Verdampferbodenplatte oder -basis. Dort ist hauptsächlich der "Coil" bzw. das Heizelement des Verdampfers angebracht/eingeschraubt.

Clearomizer/Fertigcoiler/Fertigcoilverdampfer=

Verdampfer, in denen man nicht selbst wickelt, d.h. Draht oder Mesh einbaut und dann mit Watte bestückt, sondern Geräte, in denen das Heizelement (auch Coil oder Verdampferkopf genannt) samt Watte als Ersatzteil erhältlich ist und regelmäßig gewechselt werden muss, wenn der Geschmack nachlässt, oder die Watte verbrannt ist.
Beispiel Nautilus GT Tank von Aspire in Zusammenarbeit mit dem Smokerstore:
https://www.dampferecke.de/Aspire-Nautilus-GT-Tank

Coil=

Wicklung aus Draht oder „Mesh“, aber es kann auch ein Heizelement z.B. Keramik (in der ein Draht eingearbeitet wurde) sein.  
Beispiel 1 Vorgefertigte Coils für Selbstwickler A1 Panzer Coils #1: https://www.dampferecke.de/A1-Panzer-Coils-1-10-Stueck-pro-Box-03-Ohm
Beispiel 2 FertigcoilsGeekVape Mesh Z2 für Zeus Subohm Clearomizer von GeekVape: https://www.dampferecke.de/Geek-Vape-Mesh-Z2-02-Ohm-Verdampferkoepfe-5-Stueck-pro-Packung

Widerstand/Ohm, Subohm, etc.=

Ein Coil besitzt einen elektrischen Widerstand, dessen Messwert in Ohm benannt ist. Die meisten Verdampfer werden heute zwischen 0,1 und max. 3,0 Ohm betrieben. Der Effekt ist, je niedriger der Widerstand in einem Verdampfer ist, umso mehr Leistung benötigt man, um das Heizelement zum Glühen zu bringen. Dabei ist der Begriff Sub-Ohm einfach nur der Ausdruck für Widerstände unter 1 Ohm.  Beim Dampfen fällt auf, dass man bei beiden Varianten durchaus große Dampfmengen erzeugen kann, da mehrere Faktoren zusammenwirken.  Bei Widerstanden deutlich über 1 Ohm kann man bei niedrigen Wattzahlen einen kühleren Dampf erzeugen, als bei Werten, die knapp über Kurzschluss liegen, bei denen man dann hohe Leistungswerte benötigt und heisseren Dampf erhält. Klassische Pod-Systeme und MTL-Verdampfer sind zumeist mit höher ohmigen Coils bestückt, während die Cloud-Chaser-Geräte für den DL-Zug eher mit Subohm-Coils arbeiten.

Heiz-Drahtsorten, v2a, v4a, Ni80, Ni200, Ti, Kanthal=

Bei den Coils, die aus Draht gewickelt werden, kommen die unterschiedlichsten Drahtsorten zum Einsatz. Hier will ich kurz mal die gängigsten erklären und den Unterschied im Widerstand am Beispiel von 0,40 mm Durchmesser für alle Sorten in Ohm pro Meter (Ohm/m) aufzeigen:

  • Ni200 besteht aus 99,5% Nickel: Nickeldraht mit kaum Widerstand, eigentlich nur zum dampfen mit Temperaturkontrolle hat nur 0,7 Ohm/m
  • V2A ist AISI 304 Edelstahl und hat 5,8 Ohm/m
  • V4A ist AISI 316L Edelstahl und hat ca. 6,2 Ohm/m
  • Ni80, auch NiCr80, oderNickel Chrom 80 genannt besteht aus 80% Nickel und 20% Chrom und hat 8,8 Ohm/m
  • Kanthal A1 besteht aus 22% Chrom, 5,8% Aluminium, Rest Ferrum, d.h. Eisen und hat von den Standard-Drahtsorten den höchsten Widerstand mit 11,5 Ohm/m

Generell gilt für alle Drähte, je dicker der Draht, desto leichter kann der Strom durchfließen, d.h. desto niedriger der Widerstand. 

Mesh=

Eine Art Sieb, also ein engmaschig geflochtenes Gebilde, das verschiedenen Maschenweiten angeboten wird (man liest öfter mal 200er, 300er oder 400er Mesh). Damit ist die Größe der winzigen Löcher zwischen den Maschen gemeint, z.B. wird bei 200er Edelstahl-Mesh eine Drahtstärke von 0,053 mm verwendet und eine Lochgröße von 0,074 mm, bei 400er dagegen dünnerer Draht mit 0,03 mm und kleineren Löchern mit 0,034 mm. Es wird jedoch mittlerweile auch Mesh nicht nur in Edelstahl angeboten, sondern auch in Kanthal und NickelChrom (ich kann hier nicht alle Daten aufführen, das sprengt jeden Rahmen!). Im Allgemeinen liegt der Widerstand von Heizelementen/Coils in Verdampfern die aus Mesh bestehen recht niedrig, eigentlich immer im Sub-Ohm Bereich!

Spezial-Drahtsorten und Wicklungen (Clapton, etc.)=

Normal werden Standard Coils erstellt, indem man einen Draht um eine Wickelhilfe oder Bohrer herumwickelt, gleichmäßig Platz zwischen den Windungen lässt und die Enden jeweils zwischen Plus- und Minuspol am Wickeldeck des Verdampfers befestigt. Drückt man die Drähte zusammen, so dass kein Zwischenraum mehr vorhanden ist, wird aus dem Standard Coil eine sogenannte Micro Coil. Einigen Dampfern war das nicht gut genug und deshalb hat sich hier eine Wissenschaft für Selbstwickler aufgetan und es wurden neue Versionen geschaffen. Auch über alle Spezialdrähte zu sprechen würde jeden Rahmen sprengen, hier also nur 4 der  bekanntesten kurz angesprochen und erklärt:

  • Claptondraht: Ob wirklich Eric Clapton für den Namen verantwortlich ist, weiß ich nicht, aber es ist wie bei einer Gitarrensaite, um einen Draht (Seele) wird ein weiterer Draht herumgewickelt, normal dünner, als der innenliegende. Aus dem fertigen Gebilde wickelt man wiederum den Coil.
  • Fused Clapton: Um mindestens 2 Drähte wird außen ein dünnerer Draht herumgewickelt.
  • Alien Coil: Von einem Clapton Coil wird die Seele entfernt, der äußere Draht wird etwas in die Länge gezogen, so dass eine längere Spirale entsteht. Diese wird dann wieder um 2 oder mehr neue Seelen herumgewickelt.
  • Braids / Braided Coils: Hier werden Drähte untereinander verflochten. Dabei gibt es die wildesten Muster, je nachdem, wieviele und wie die Drähte ineinander eingearbeitet werden.

Bei all diesen Drähten haben wir sehr viele kleine Zwischenräume, durch die der Dampf entweichen kann und das soll für einen besseren Geschmack sorgen. Durch die Menge an Draht ist der Widerstand zumeist geringer als mit Standard-Draht und unter Umständen braucht man eine deutlich höhere Leistung (Watt), um die Wicklung aufzuheizen. Einige davon glühen dann auch recht lange nach.

Drip Tip=

Das Mundstück des Verdampfers, über das man den Dampf in den Mund zieht. Der Name kommt daher, weil die frühen Verdampfer hauptsächlich Tröpfler waren und das Liquid durch das Mundstück auf das Heizelement getröpfelt wurde (Dripper=Tröpfler). Obwohl heute vielfach Tank- bzw. Podsysteme vorherrschend sind, wurde der Begriff DripTip beibehalten (mal zusammen-, mal auseinander geschrieben). Dabei unterscheiden wir nach dem Anschluss des Mundstücks zum Verdampfer je nach Durchlass-Größe zwischen:

510er DripTip=

Der Anschluss hat eine Länge von 5mm und einen Durchmesser zwischen 8 und 8,5 mm.  Benutzt werden 510er Drip Tips zumeist auf Verdampfern der MTL-Klasse, also für den Mund-zu-Lunge-Zug, da sie einen geringeren Durchlass besitzen, selten aber auch auf Sub-Ohm-Geärten mit direktem Lungenzug (DL). Beispiel 510er Resin Drip-Tip-A151 von wejoytech: https://www.dampferecke.de/510er-Resin-Drip-Tip-A151-von-wejoytech-in-verschiedenen-Farben

810er DripTips=

Der Anschluss hat eine Länge von 5mm und einen Durchmesser zwischen 12 und 12,5 mm. Da man bei diesem Durchmesser leichter Liquid reintröpfeln kann, als beim 510er, waren diese Mundstücke lange hauptsächlich auf RDAs, also Tröpflern verbaut. Mittlerweile befinden sie sich aber auch auf vielen Sub-Ohm-Verdampfern, da natürlich auch mehr Dampf durchkommt.

Akkuträger oft abgekürzt mit AT oder englisch „Mod“=

Herzstück Teil 2 der e-Zigarette, die Stromversorgung des Verdampfers.

Wir unterscheiden hier zwischen
Mechanischer Akkuträger=

Stromversorgung ohne Steuerungselemente wie ein Chip und ohne die Möglichkeit die Leistung (Watt) bzw. die Spannung (Volt) zu regulieren. Es wird einfach ein Akku durch Drücken der Feuertaste aktiviert und Strom an den Verdampfer geleitet. Dabei wird immer mit der Restspannung des Akkus gearbeitet. Legt man einen vollen Akku ein, gibt man (bei einem Akku) bis zu 4,2 Volt Spannung auf den Verdampfer, was bei einem niedrigen Widerstand des verbauten Coils auch mal Leistungen über 200 Watt erzeugen kann. Danach sinkt die Strom-Abgabe mit jedem Zug, da der Akku an Restspannung verliert. Diese Art zu dampfen ist zumeist nur fortgeschrittenen Anwendern zu empfehlen, da die meisten mechanischen Akkuträger nicht über Schutzfunktionen wie etwa einen Kurzschluss-Schutz verfügen. Man sollte sich schon sehr gut auskennen, bevor man einen Verdampfer auf einem mechanischen Mod in Betrieb nimmt. Beispiel Vapor Giant Mini v2.5: https://www.dampferecke.de/Vapor-Giant-Mini-v25-Akkutraeger-Black-Edition
Geregelter Akkuträger=

Stromversorgung mit Steuerungsmöglichkeit für Watt oder Volt. In diesen Geräten sind Chips verbaut, mit denen entweder Schutzfunktionen wie Kurzschluss-, Überspannungs-, oder Tiefenentladungs-Schutz verbunden sind (sogenannte Halbmechaniker Beispiel #1 Armor Prime Mod von ehPro: https://www.dampferecke.de/Armor-Prime-Mod-von-EhPro-Akkutraeger_3), Geräte die eine fixierte Leistung ausgeben wie Beispiel #2 Endura T18 von Innokin (nur der Akku): https://www.dampferecke.de/Endura-T18-Starter-kit-made-by-Innokin
Im Allgemeinen sind damit jedoch die Akkuträger gemeint, in denen die Leistung, Spannung, oder sogar die Temperatur mit der gedampft werden soll nach persönlichen Bedürfnissen über ein Display eingestellt werden können. Beispiel #3 Aegis Solo von GeekVape: https://www.dampferecke.de/GeekVape-Aegis-Solo-100-Watt
   

Teil 2 - Flüssigkeiten (Liquids, Basen, Nikotin, etc.):

Das 3. Herzstück unserer E-Zigaretten.

Fangen wir damit an, woraus unsere Liquids für die e-Zigarette bestehen:

VG=

Vegetarian Glycerine (engl.), d.h. rein pflanzliches Glycerin (E422). Es ist ein Zuckeralkohol und der einfachste dreiwertige Alkohol, ein Triol (Quelle: Wikipedia). Wird schon seit Jahrzehnten in den Nebelmaschinen in jeder Disco verwendet und ist auch in der e-Zigarette für die Menge an sichtbarem Dampf und dessen Dichte verantwortlich. VG ist der dickflüssigste Bestandteil im Liquid, leicht süßlich im Geschmack und recht "weich" bzw. "sanft" beim Aufschlag in der Lunge.

PG=

1,2-Propylenglycol gehört zu den Mehrwertigen Alkanolen (E1520, Quelle: Wikipedia). Es ist etwas dünnfliüssiger, als Glycerin und klar, farb- und geruchlos, macht also auch keinen sichtbaren Dampf. Es sorgt beim Dampfen für den "Flash", also den Aufschlag in der Lunge, das Gefühl, das man auch als Raucher gerne hatte. Die Aromen lassen sich in PG deutlich besser lösen, als in VG, daher werden auch die meisten Aromen in PG hergestellt.

Dest. Wasser=

Destilliertes Wasser (muss nicht unbedingt im Liquid sein). Wird zumeist als Verdünnung eingesetzt, damit die Liquids in Verdampfern bessere Nachflusseigenschaften erzielen. Hilft manchmal auch bei kalten Temperaturen, das Liquid von Selbstmischern etwas flüssiger zu machen.

Nikotin=

Muss ebenfalls nicht im Liquid sein. Da ich weder Toxikologe, noch Wissenschaftler bin, kann ich nur darüber schreiben, was der Gesetzgeber vorschreibt und das ist: Nikotin ist eine Substanz die abhängig machen kann! Tatsächlich habe ich von 1978 bis 2012 selbst Zigaretten geraucht und bezeichne mich nach ehrlicher Selbsteinschätzung deswegen als nikotinsüchtig. Hier muss sich aber jeder selbst informieren und entscheiden, ob er Liquids mit oder lieber ohne Nikotin konsumiert.

Aroma=

Der Geschmack unserer Liquids. Werden in geringen Dosen der jeweils gewünchten Base bestehend aus VG, PG, dest. Wasser und oder nicht Nikotin beigemischt. Dabei ist die Auswahl schier unbegrenzt, für fast alles gibt es Aromen, aus denen Liquid hergestellt werden kann. Einige durften ja auch schon unser Tzatziki testen... Der Bestandteil an Aroma im fertigen Liquid variiert abhängig von der Intensität und liegt meist zwischen 1 und 15% (natürlich manchmal auch weniger oder mehr).